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Pressemitteilung vom
11.08.2010
Mehr Fragen als Antworten zum Erdinger
S-Bahn Ringschluss
Südeinschleifung
muss ernsthaft geprüft werden.
Natürlich wirft die Präsentation des
Wirtschaftswirtschaftsministeriums zum Verlauf des Erdinger Ringschlusses
mehr Fragen auf als Antworten gegeben wurden. Dennoch bringt dies die
Diskussion in Erding voran und die muss intensiv geführt werden. Denn die Interessen
Gesamt-Erdings müssen berücksichtigt werden.
Ganz deutlich ist das neue Konzept des
Freistaates zuerst mal ein Rückschlag für alle, die der Argumentation der SPD
nicht gefolgt sind, dass der Zentrumsbahnhof erhalten bleiben müsse. Lange
hat die CSU geführte Staatsregierung die Stadt Erding an der Nase herum
geführt, dann nichts Handfestes geplant und nun 2010 die Kehrtwende.
Süd- statt Nordeinschleifung für die
Regionalbahn. Zweigleisig durch Erding, dafür ein langer Tunnel von der
Haager Straße bis zu den Langengeisliger Ängern. Erhalt des
Zentrumsbahnhofes mit einer
Tieferlegung, aber keine Aussagen zu Park&Ride-Plätzen. In Altenerding
soll der Bahnübergang bestehen
bleiben, bei besser technischer Schrankenführung.
Der Norden der Stadt wird scheinbar
entlastet, aber wenig Aussagen zur
Belastung im Südteil Erdings. Regionalzüge sind geplant, auch ein
Güterverkehr erscheint auf lange Sicht nicht ganz ausgeschlossen.
Die Parkmöglichkeiten und die Zufahrten
dazu sowie die Haltestationen Altenerding und Aufhausen sind nicht
abschließend geklärt.
Also noch ist vieles offen. Die Stadt
Erding und die betroffenen Gemeinden Walpertskirchen, Wörth und Hörlkofen
sollten sich schnellstens zusammentun und ihre Interessen und Ziele abklären
und gemeinsam vorgehen. Wir brauchen ein schlüssiges Gesamtkonzept im
Landkreis Erding, für Schiene, Pkw und ÖPNV. Gutachten und Stellungnahmen
allein reichen nicht aus.
Auch wenn kurz vor dem Flughafen ein
weiterer Halt (auf Wunsch einer Gemeinde) eingeplant wurde – die
Sinnhaftigkeit des Haltes Schwaigerloh muss erst noch nachgewiesen werden - ,
könnte in Erding im Nordwesten
ebenfalls ein Halt eingeplant werden, mit einer großzügigen
Park&Ride-Anlage und Anschluss zur
Nordumfahrung (egal auf welcher Mitte oder Südtrasse). Sowie die SPD dies
schon 2008 vorgeschlagen hat.
Die viel zu teure Nordeinschleifung (in
Wirklichkeit ein Wahnsinnsbauwerk) mit aufwendigem Tunnel durch den
Keltereiberg und mehrstöckigem Kreuzungsbahnhof ist hoffentlich damit vom
Tisch. Die Tieferlegung der beiden Bahnstrecken im Altenerdinger Stadtgebiet
muss nun mit dem Wirtschaftsministerium verhandelt werden. Der
Zentrumsbahnhof bleibt erhalten und das ist gut so.
Nordumfahrung, Nordanbindung,
Südostumfahrung und Ringschluss müssen zusammen diskutiert und geplant
werden. Gleichzeitig muss auch die Verkehrsentlastung vor allem auf der
Anton-Bruckner-Straße schon jetzt in Angriff genommen werden. Zu warten bis
in 10 bis 20 Jahren eine Entlastung greift, kann den Erdinger Bürgerinnen und
Bürger nicht zugemutet werden.
Horst
Schmidt Hans
Schmidmayer Willi Scheib
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