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Leserbrief
zu „SPD empfiehlt sich als CSU Hilfstruppe“ im Erdinger Anzeiger 16.05.08
Wie so
viele Leserbriefschreiber aus dem politischen Lager aller Farben bringt Herr
Gaumer, der ja vor einiger Zeit aus der SPD ausgetreten ist, einiges
durcheinander.
Bei der vergangenen Kommunal- und Bürgermeisterwahl ging es u.a. auch um das
Bürgermeisteramt bzw. um Stadtratsmandate. Aus dem Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl
ist keineswegs abzuleiten, wer denn dann 2. oder 3. Bürgermeister würde.
Diese Funktionen haben in keiner Wahläußerung oder Ankündigung irgendeine
Rolle gespielt. Wenn Herr Mehringer nun in der Stichwahl verloren hat (dabei
wurde er von keiner Gruppierung aus dem Stadtrat außer seiner eigenen
unterstützt), kann man daraus keineswegs einen Anspruch auf einen
Stellvertreterposten ableiten.
Stellvertreterpositionen werden dann durch den Stadtrat und demokratische
Mehrheiten vergeben. Dies ist kein Geschachere, kein Deal, keine Unterwerfung
und auch kein Geschäft, es geht auch nicht um Fressen oder Moral! Dies ist
immer das Ergebnis von Verhandlungen und Gesprächen, zu dem einzigen Zweck
die Stellvertreterposten an kompetente, erfahrene und anerkannte
Persönlichkeiten zu vergeben. Diese Qualifikation wird Herrn Kirmair und Frau
Kolenda auch niemand abstreiten können.
Daraus irgendwelche weiteren Absprachen, Juniorpartnerschaften der SPD- Fraktion
oder Hilfstruppengespinste abzuleiten, ist abstrus und entbehrt jedem realen
Hintergrund. Schon in gar keiner Verbindung steht die Stellvertreterwahl in
der Stadt Erding mit der Wahl des zweiten und dritten Landrates im Landkreis.
Vor sechs Jahren ist die SPD als zweitstärkste Fraktion im Kreistag nicht
berücksichtigt worden, dass die SPD nun 2008 wieder den Anspruch erhebt, den
dritten Landrat zustellen, ist nur folgerichtig und hat nichts damit zu tun,
die sog. Unabhängigen „auszutricksen“ (so denkt wohl nur Herr Gaumer),
sondern mit dem Selbstverständnis einer selbstbewussten und eigenständigen
Partei.
Fritz Steinberger hat in den letzten 18 Jahren als 2. und 3. Bürgermeister in
Erding sicher die Qualifikation für das Amt des dritten Landrates und dazu
die Anerkennung über die Parteigrenzen hinweg erworben. Auch als 3. Landrat
wird er seine und unsere sozialdemokratischen Positionen vertreten und im
Kreistag einbringen. Nicht umsonst hat ihm die bayerische SPD die höchste
Auszeichnung die Vollmar- Medaille für seine soziale und kommunalpolitische
Arbeit verliehen.
Horst Schmidt
Kreis- und Stadtrat
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